SCHUFA-Auskunft
Verwendung, Infos und Hintergründe

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SCHUFA-Auskunft – Verwendung, Infos und Hintergründe​

Entgegen der weitverbreiteten Annahme, dass die SCHUFA eine staatliche Behörde sei, handelt es sich bei dem größten Anbieter von Kreditwürdigkeitsinformationen von Privatpersonen um ein privates Unternehmen. SCHUFA steht für „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“. Die auch als Wirtschaftsauskunft bezeichnete SCHUFA Holding AG stellt im Wesentlichen Informationen für ihre rund 9.000 Vertragspartner in Deutschland zur Verfügung. Zu den Kunden zählen vor allem Banken, Handelsunternehmen und Telekommunikationsunternehmen.
Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

SCHUFA-Selbstauskunft – So können Sie diese beantragen

Um eine Aussage über die Kreditwürdigkeit von Privatpersonen treffen zu können, werden Daten über das Zahlungsverhalten einer Person gesammelt und gespeichert. Die Daten werden analysiert und daraus eine Prognose über das Zahlungsverhalten in der Zukunft getroffen und in Zahlenwerte übersetzt.
Die SCHUFA-Auskunft
Die SCHUFA-Auskunft hat sich als wichtigstes Instrument für Kreditgeber, Verkäufer und Vermieter etabliert, um die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden neutral einschätzen zu können. Die Datenbank der SCHUFA verfügt über Informationen von über 67,5 Millionen Personen.
Die SCHUFA-Auskunft können Sie sofort beantragen. Diese sogenannte Selbstauskunft können Sie ganz bequem auf FINANZCHECK.com anfordern. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:
Je nach gewählten Paket erhalten Sie Ihre persönliche SCHUFA-Auskunft nach wenigen Minuten online oder binnen 5 -10 Werktage per Postversand.

Welche Arten von Einträgen gibt es?

Die Einträge, die es in der Auskunft zu finden gibt, werde in positive und negative Einträge eingeteilt. Überraschenderweise sind die meisten SCHUFA-Einträge positiv. Negativeinträge sind tatsächlich die Ausnahme.
So entsteht ein Negativeintrag
Damit ein Negativeintrag entsteht muss ein langfristiger Zahlungsverzug vorliegen. Dieser Eintrag muss Ihnen vorab auch schriftlich angekündigt werden. Wenn Sie mal eine Rechnung zu spät bezahlen, wird dies nicht automatisch zu einem Negativeintrag.
Die SCHUFA sortiert die Einträge intern nach Branchen. Fordert ein Unternehmen die SCHUFA-Auskunft eines Kunden an, gibt die SCHUFA nicht einfach alle Daten ungefiltert weiter. Kommt eine Anfrage aus einer bestimmten Branche, so werden von der SCHUFA nur branchenbezogene Daten des Kunden übermittelt oder solche, die auf nicht vertragsgemäßes Verhalten schließen lassen.

Was ist der SCHUFA Scorewert?

Aus den gesammelten Daten leitet die SCHUFA einen Scorewert ab. Dieser Wert bildet die statistische Wahrscheinlichkeit ab, mit der ein Kredit bedient wird. Je höher ein Scorewert ist, desto höher wird die Kreditwürdigkeit einer Person bewertet. Die Liste zeigt im Folgenden welchem Scorewert welche Ausfallwahrscheinlichkeit zugeordnet wird.
Einschätzung der Scorewerte

Viele Kreditgeber werden bereits bei einem Scorewert zwischen 80 und 90 skeptisch. Versuchen Sie durch Umschuldung, viele Einzelkredite zu bündeln, um eine bessere Score zu erhalten.

Wofür wird die SCHUFA-Auskunft benötigt?

Die SCHUFA-Auskunft wird bei Abschluss eines Geschäfts benötigt. Beispielsweise wenn Sie einen Kredit beantragen, fragt die Bank Ihre SCHUFA-Daten ab. Auf diesen Weg bekommt die Bank einen Eindruck über Ihr Zahlungsverhalten. In Abhängigkeit des Scorewerts, entscheidet sie so über den Zuschlag oder die Ablehnung des Kreditantrags.

Die kostenlose SCHUFA-Auskunft?

Es sind verschiedene Pakete der Selbstauskunft bei der SCHUFA erhältlich. Die Pakete sind außer einer Ausnahme kostenpflichtig. Die kostenlose SCHUFA-Auskunft wird unter www.meineSCHUFA.de als Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO bezeichnet. Diese kostenlose Version enthält außer den persönlichen Daten lediglich Ihren gespeicherten SCHUFA-Score.

Häufig gestellte Fragen zur SCHUFA

In der Regel werden Einträge 3 Jahre lang gespeichert. Davon sind Einträge betroffen wie ein vollständig zurückgezahlter Kredit, ein abgeschlossenes Mahnverfahren oder Kreditkartenkonten.  Nach einer Kontoeröffnung oder dem Abschluss eines Mobilfunkvertrages, wird ein SCHUFA-Eintrag angelegt, der dann maximal zwölf Monate gespeichert wird. Auch SCHUFA Abfragen bzw. Bonitätsabfragen anderer Unternehmen werde ein Jahr gespeichert.

Solange ein SCHUFA-Eintrag inhaltlich korrekt ist, kann dieser nicht so einfach gelöscht werden. Der Schuldner muss die offenen Forderungen begleichen. Erst dann kann die Löschung eines Negativeintrags beantragt werden. Zudem muss der Gläubiger in die Löschung des Eintrags einwilligen.

Fehlerhafte SCHUFA-Einträge können Sie per Antrag bei der SCHUFA löschen lassen. Diese prüft allerdings vor der Löschung die hinterlegten Daten auf Korrektheit.

Wenn Sie viele kleine Kredite abgeschlossen haben, können Sie Ihren Scorewert verbessern, indem Sie diese Kredite zu einem größeren kombinieren. Die Umschuldung ist hier die Option, einen besseren Wert zu erreichen. Zudem empfiehlt es sich, Ihre SCHUFA-Auskunft regelmäßig zu prüfen und fehlerhafte Einträge löschen zu lassen. Der effektivste Weg einen guten Scorewert zu erreichen ist aber, alle offenen Rechnungen sowie Raten aus Kredit-, Mobilfunk- oder Leasingverträgen rechtzeitig zu bezahlen.

Die SCHUFA ist der Marktführer in Deutschland zur Auskunft der Kreditwürdigkeit von Privatpersonen. Neben der SCHUFA gibt es noch weitere Unternehmen, die Daten dazu speichern. Dazu gehören Creditreform Boniversum, infoscore und CRIFBÜRGEL. Sie sind die typischen Alternativen zur SCHUFA.