Dispokredit: Das müssen Sie wissen

Die meisten Menschen nehmen ihn regelmäßig in Anspruch, doch nur wenige wissen im Detail über ihn Bescheid: Der Dispokredit. Der sogenannte Dispo hat viele Vorteile, aber auch einige Nachteile. Wer ihn nutzt, sollte diese gut gegeneinander abwägen. Was Sie beachten sollten und welche Alternativen es gibt, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste zum Dispokredit in Kürze

  • Ein Dispokredit ist die durch eine Bank eingeräumte Möglichkeit, das Konto zu überziehen.
  • Ein Dispokredit ist mit einem durchschnittlichen Zinssatz im zweistelligen BEreich sehr teuer.
  • Der Dispokredit eignet sich vor allem für Notfälle und ungeplante Ausgaben.
  • Ein Sofortkredit zu günstigen Zinsen kann eine gute Alternative zum teuren Dispo sein.

Was ist ein Dispokredit?

Der Dispositionskredit, meist nur kurz Dispokredit oder Dispo genannt, ist die von einem Kreditinstitut eingeräumte Möglichkeit, das Girokonto zu überziehen. Vereinfacht gesagt räumt Ihnen Ihre Bank mit einem Dispokredit das Recht ein, bei Bedarf mehr Geld auszugeben, als Sie auf dem Konto haben. In der Fachsprache wird der Dispo deshalb auch als „eingeräumte Kontoüberziehung“ bezeichnet. Die Höhe dieser eingeräumten Kontoüberziehung ist das sogenannte Dispolimit.

Die Vor- und Nachteile eines Dispokredits

Vorteile

Der Hauptvorteil eines Dispokredits ist die dadurch ermöglichte finanzielle Flexibilität. Kunden können mit einem Dispo jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne die Erlaubnis ihrer Bank ihr Konto überziehen und finanzielle Engpässe schnell und unkompliziert überbrücken. Da ein Dispokredit im Gegensatz zu anderen Kreditformen nicht zu bestimmten Daten getilgt werden muss, bietet er einen sehr großen finanziellen Spielraum.

Nachteile

Dieses hohe Maß an finanzieller Flexibilität hat jedoch seinen Preis. Der große Nachteil des Dispos sind die hohen Zinsen. Mit durchschnittlich etwa neun Prozent liegt der Dispozins deutlich über den Zinssätzen anderer Kreditarten. Daher empfiehlt es sich generell, den Dispo nur zur vorübergehenden Deckung des Geldbedarfs einzusetzen.

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Für wen ist ein Dispokredit geeignet?

Ein Dispokredit wird grundsätzlich in Kombination mit einem Girokonto gewährt, auf das regelmäßig Zahlungen, wie beispielsweise Gehalt oder Rente, eingehen. In der Regel müssen Sie fünf Voraussetzungen zur Einräumung eines Dispos erfüllen:

  • Volljährigkeit
  • Besitz eines Girokontos
  • Fester Wohnsitz in Deutschland
  • Regelmäßige monatliche Einkünfte
  • Keine negativen Schufa-Einträge

Die Höhe des Dispokredits richtet sind bei den meisten Kreditinstituten nach der Größenordnung und der Regelmäßigkeit der Zahlungseingänge auf Ihrem Girokonto. In der Regel erhalten Sie einen Dispo in Höhe des zwei- bis dreifachen Wertes der regelmäßigen Einzahlungen. Bei Neukunden liegt der Dispo häufig etwas niedriger. Auf Nachfrage räumen Banken jedoch Kunden oftmals die Möglichkeit ein, ihren Dispo zu erhöhen.

Günstige Alternativen zu einem Dispokredit

Falls Sie Ihr Konto regelmäßig überziehen oder eine größere Anschaffung geplant haben, kann die Inanspruchnahme des Dispos zu einem teuren Vergnügen werden. In solchen Fällen sollten Sie alternative Kreditformen wie einen Raten- oder einen Abrufkredit prüfen. Bei einem Ratenkredit zahlen Sie den Kreditbetrag in festen Raten über eine vorab vereinbarte Laufzeit zurück. Ein Ratenkredit hat drei wesentliche Vorteile:

  • Deutlich niedrigere Zinsen als ein Dispokredit
  • Höhere Kreditsumme als beim Dispo
  • Finanzielle Planbarkeit

Ein Abrufkredit (häufig auch Rahmenkredit genannt) ist einem Dispokredit sehr ähnlich. Auch bei dieser Kreditform können Sie sich innerhalb eines festgelegten Kreditrahmens Geld von einer Bank leihen und zahlen nur für den in Anspruch genommenen Betrag Zinsen. Abruf- und Dispokredit unterscheiden sich jedoch in drei Punkten voneinander:

  1. Ein Abrufkredit ist meist mit einer monatlichen Mindestrückzahlung verbunden.
  2. Der Zinssatz eines Abrufkredits ist niedriger als der Dispozins.
  3. Einen Abrufkredit können Sie bei jedem beliebigen Kreditinstitut abschließen.

Höhe der Dispozinsen

Durchschnittlich bezahlen Kunden bei deutschen Banken einen Dispozins zwischen neun und zehn Prozent. Im Unterschied zu anderen Kreditformen fallen beim Dispo jedoch nur Kosten an, wenn Sie ihn tatsächlich in Anspruch nehmen. Die Einräumung des Dispokredits an sich ist kostenlos. Die Dispozinsen werden tagesgenau berechnet. Sie ergeben sich aus der Multiplikation des Überziehungsbetrages mit dem Dispozins und der Dauer der Kontoüberziehung in Tagen geteilt durch 360 Tage im Jahr. Die Dispozinsen werden vierteljährlich automatisch von Ihrem Girokonto abgebucht. Der Dispozins ist veränderlich und wird durch Ihre Bank selbst festgelegt.

Aufgrund der großen Unterschiede bei den Zinskonditionen von Dispokrediten lohnt sich ein Vergleich verschiedener Kreditinstitute.

Nicht zu verwechseln sind Dispozinsen übrigens mit Überziehungszinsen. Letztere fallen für einen Überziehungskredit an, den Sie in Anspruch nehmen, wenn Ihnen gar kein Dispokredit von Ihrer Bank eingeräumt wurde oder Sie Ihr Konto über das Dispolimit hinaus überziehen.

Häufige Fragen zum Dispokredit

Ja, Dispozinsen können sich jederzeit erhöhen. Ihrem Kreditinstitut steht es frei, die Dispozinsen nach eigenem Ermessen festzulegen.

Jeder Dispokredit ist mit einem Dispolimit verbunden, das die maximal von der Bank eingeräumte Kontoüberziehung darstellt.

Die Inanspruchnahme des Dispos lohnt sich für allem in Notfällen und bei ungeplanten Ausgaben in größerer Höhe. Zudem kann es sinnvoll sein, den Dispo für den Kauf einer Ware mit einem hohen Preisnachlass zu beanspruchen.

Wenn Sie dauerhaft Ihren Dispo bis zum Dispolimit beanspruchen, sollten Sie alternative Finanzierungsformen in Erwägung ziehen, die Ihre Zinsbelastung reduzieren.

Auch für Gemeinschaftskonten gibt es einen Dispokredit. Diese gilt für beide Nutzer des Gemeinschaftskontos, die unabhängig voneinander bis zum Limit über den Dispo verfügen können.

Eine Bank muss eine Überziehung nicht dulden und kann die Geschäftsbeziehung zu Ihnen kündigen.