Das Konto auflösen – Der Praxistest
Die finanzcheck.com-Redaktion hat als Privatperson den Praxistest bei drei der größten deutschen Banken durchgeführt und die entsprechenden Filialen direkt vor Ort besucht. Die Situation, um die es ging, war jeweils dieselbe, nämlich die Auflösung eines Sparkontos mit einem geringen (aber nicht unerheblichen) Restguthaben, welches bei jedem Institut bei rund 60 Euro lag. Dafür kamen wir mit dem letzten Kontoauszug und Sparkarten bei der Bank vorbei.
Deutsche Bank
Nach Betreten der Geschäftsstelle ging es direkt zu einem Service-Point mit Stehtisch, an dem wir von einer freundlichen Mitarbeiterin bedient wurden. Obwohl das Sparkonto bei dem früheren Direkt-Ableger der Deutschen Bank (Maxblue, welches heute nicht mehr existiert) eingerichtet wurde, kümmerte sich die Mitarbeiterin schnell darum. Sie ließ sich zunächst noch den Personalausweis vorlegen und konnte anschließend schnell die nötigen Daten ausfindig machen. Das Formular zur Konto Kündigung war schnell ausgedruckt zusammen mit einem aktuellen Auszug des Guthabens. Außerdem kam automatisch der Hinweis, dass noch ein Freistellungsauftrag bestünde (was uns nicht mehr in Erinnerung war), den wir auch noch gleich löschten. Dann die Frage, ob wir das Geld gleich ausgezahlt bekommen wollten. Gesagt, getan, zusammen mit einem letzten Auszug mit Kontostand 0.
Bearbeitungsdauer: ca. 5 Minuten
Abwicklung, Beratung: Effizient und freundlich
Commerzbank
Bei der Commerzbank fragte uns ein zufällig im Eingangsbereich stehender Mitarbeiter, wie er denn helfen könne. Wir nannten unser Anliegen der Kontokündigung und zeigten dem Mitarbeiter den letzten Kontoauszug. Da dies nicht unsere Geschäftsstelle war, wollte uns der Mitarbeiter zunächst zu einer anderen Filiale verweisen, was wir aber ablehnten. „Ein Mitarbeiter würde sich dann kümmern, wir müssten aber warten“, war zu hören, was uns allerdings bereits ca. 40 Minuten Wartezeit einbrachte. Als dann der Mitarbeiter kam, wurde das entsprechende Kündigungsformular ausgedruckt und unterschrieben. Weitere Informationen oder Nachfragen gab es nicht. Anschließend ging es zur Kasse, wo der Restbetrag ausgezahlt werden sollte. Da der Computer an dem Tag wohl nicht der schnellste war, verzögerte sich dies Operation auch noch um ein Weilchen. Als wir schließlich fast schon aus der Tür heraus waren, kam der Mitarbeiter noch herbeigelaufen und fragte nach dem Personalausweis zu Identifizierung; wohl eher etwas spät, aber besser als gar nicht.
Bearbeitungsdauer: ca. 60 Minuten
Abwicklung, Beratung: Schleppend und bruchstückhaft
Postbank
Bei der Postbank war nicht viel los und wir wurden direkt zum Schalter gewunken. Kaum hatten wir die Konto Kündigung erwähnt, da hatte die Mitarbeiterin auch schon einen Formularvordruck gezückt und bat uns, dort die persönlichen Daten einzutragen. Dabei ließ Sie sich auch den Personalausweis vorlegen. Das weitere Formular füllte die Mitarbeiter recht zügig per Hand selbst aus. Für die auch mitgebrachten Sparkarten interessierte sich die Mitarbeiterin nicht und überließ uns diese. Eine Möglichkeit der Barauszahlung gab es nicht, sondern es hieß, das Restguthaben würde auf das von uns genannte Referenzkonto überwiesen. Tatsächlich wurde der Betrag innerhalb von einer Woche dort gutgeschrieben. Eine Kopie des Kündigungsformulars seit nicht nötig, so die Mitarbeiterin.
Bearbeitungsdauer: ca. 5 Minuten
Abwicklung, Beratung: Schnell, aber sehr spärlich
Tauschen auch Sie Ihre Erfahrungen zur Kündigung Ihres Sparkontos oder Girokontos aus und diskutieren Sie diese in unserem Forum.



















